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13.04.2012 Bullimuseum - es gibt einige Löcher zu stopfen

Es fehlen das nötige Geld und baurechtliche Voraussetzungen / An Autos mangelt es nicht

Schaumburger Zeitung / 13.4.2012

Hessisch Oldendorf  -  www.bullimuseum.eu

(ah) „Es geht auf alle Fälle weiter, wir haben eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen lassen, die eindeutig ergab, dass sich das Bullimuseum trägt, wenn der Umbau durch eine Anschubfinanzierung läuft“, erklärt ein Vorstandsmitglied der IG T2. Dem Investitionsvolumen von etwa 300000 Euro stehen bislang 30000 Euro gegenüber, die eine Aktion erbrachte, bei der die Interessierten „ideelle Eigentümer“ eines Teilstücks des Bullimuseums werden konnten. Weitere 10000 Euro hat VW gesponsert. Das Geld ist jedoch aufgebraucht, in eine erste Dachsanierungsmaßnahme und eine neue Regenrinne investiert worden.

Bei vielen Besuchern wecken die VW-Busse der Jahre 1967 bis 1979 Erinnerungen an unvergessliche Reisen. Auch wenn die Begeisterung für die T2-Modelle groß ist, die Ausstellung immer umfangreicher wird, das komplette architektonische Konzept steht: So richtig voran geht das Projekt Bullimuseum nicht. Nach wie vor fehlen Sponsoren, nicht nur zur Finanzierung der Umbau-, sondern auch der Sanierungsmaßnahmen.

„Wir sind immer noch Feuer und Flamme für das Bullimuseum, selbst wenn die Finanzen nicht geregelt sind“, betont Hermann Schmeing. Auch Hermann Hülder lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, erläutert die Pläne, wie das Bullimuseum einmal aussehen soll. „Wenige Meter vom Eingang entfernt wird der Aufzug eingebaut, der auch die zweite Etage bedienen könnte“, erläutert er. Notfalls können Fahrzeuge auch mithilfe eines Scherenhubtisches vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss befördert werden. „An Autos für die Ausstellung mangelt es uns nicht, immer wieder werden uns auch über das Internet T2-Modelle angeboten“, berichtet Hülder.

Ein Blick in die erste Etage, die nach einer groß angelegten Putzaktion der Bullifreunde richtig sauber und einladend aussah, zeigt Handlungsbedarf: Infolge eines Dachschadens hat es hineingeregnet, Bretter an der Decke biegen sich durch. Daneben haftet ein algenähnlicher Belag am Mauerwerk. „Das können wir als Verein nicht allein stemmen“, erklärt Hermann Hülder aus dem Ruhrgebiet. Erneut sind Fensterscheiben zerbrochen, haben Tauben den Weg in die alten Hallen gefunden. Die Folge: Wieder einmal muss Taubenkot entfernt werden.
Dankbar sind die 20 Bulli-freunde aus dem Ruhrgebiet, die am Wochenende sowohl den Arbeitseinsatz, ein Glückauf-Treffen als auch den Tag der offenen Tür durchgeführt haben, dass sie erstmals auf ein „Badezimmer“ zurückgreifen konnten. „In unserem Bauwagen mit Warmwasserinstallation konnten wir sogar duschen“, erzählt Hermann Hülder. Für Sanitäranlagen im Bullimuseum wünscht er sich möglichst bald einen Anschluss an das öffentliche Entwässerungsnetz.

Bauantrag, Brandschutzgutachten, auf die IG T2 wartet noch manche Herausforderung, bevor das Bullimuseum seine Tore regelmäßig und nicht nur zweimal im Jahr zu einem Tag der offenen Tür einladen kann. Bürgermeister Harald Krüger erklärt, dass das Projekt verwirklicht werden kann, sowie die Finanzierung stehe. Man sei mit dem Verein im ständigen Gespräch. „Wir halten an dem Projekt fest“, erklärt Krüger. In diesem Zusammenhang verweist er auf den Erwerb eines auf der anderen Straßenseite des Museums liegenden Grundstücks durch die Stadt. Hier könnten auf rund 9000 Quadratmetern Parkplätze entstehen. Wer die Fahrzeugausstellung vorab sehen möchte, dem rät Hermann Hülder: „Für größere Gruppen bieten wir Führungen an, dafür können Interessierte jederzeit über unsere Homepage Kontakt mit uns aufnehmen.“ Hülder ergänzt: „Der nächste Tag der offenen Tür findet im Herbst statt.“

Zum Tag der offenen Tür im Frühjahr sind über 100 Gäste aus Niedersachsen und den benachbarten Bundesländern in die ehemalige Zuckerfabrik gekommen. Hier haben Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) T2 mit Kind und Kegel VW-Busse geputzt und rangiert, mit Informationstafeln versehen und alles entsprechend dekoriert. 23 Fahrzeuge befinden sich mittlerweile in der provisorischen Ausstellung im Erdgeschoss, darunter ein Flughafenbus mit der Aufschrift „Follow me“, ein Eis-Wagen, zwei Feuerwehrwagen, ein Leiterwagen sowie ein belgischer Pritschenwagen mit Kipper. Abgetrennt durch einen breiten Pressholzbus lagern im Werkstattbereich weitere drei VW-Modelle. „Unser Ziel ist es, diese Fahrzeuge zu erhalten und im Bullimuseum als Arbeitstiere des Wirtschaftswunders vorzustellen“, sagt Hermann Schmeing vom „Stammtisch Ruhrgebiet“ der IG T2.