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21.05.2012 "Das Heulen der Motoren musst du erleben"

Auf dem Extertalring geht die LZ der Faszination der Sportart auf den Grund

Lippische Landeszeitung / 21.5.2012

Extertal-Linderhofe

Von Sebastian Lucas
Faszination Autocross. Am Wochenende sind die Motoren wieder auf dem Extertalring heißgelaufen, und die Zuschauer kamen erneut in Massen. Was macht den Reiz aus? Die LZ suchte Antworten.

Zwei Rennen pro Jahr trägt der MSC Extertal aus, am Sonntag ging es um Zähler im Deutschen Rallyecrossverband (DRCV) und im Westdeutschen Autocrossverband (WACV), am Samstag stand das freie Training, Cupläufe und die Langstrecke an, bevor abends die Zeltparty mit "DJ Chrizze" lockte.

"Das Heulen der Motoren musst du erleben. Das ist nicht zu beschreiben", sagt MSC-Sprecherin Anna Rehme (26). Jens Lämmcken aus dem Organisationsteam beschreibt Autocross so: "Wir machen das, was uns unsere Eltern als Kinder verboten haben. Wir spielen im Schlamm, das gehört dazu." Zudem betont Lämmcken: "Es gibt zwar immer mal wieder Unfälle, aber wir fahren nicht bewusst auf Kontakt. Vorsatz wird sofort bestraft."

Auf dem Gelände stehen Zelte, Wohnwagen und die Autos, Zwölfjährige treffen auf Kollegen, die bereits das 70. Lebensjahr überschritten haben. "Willi Kohlrausch aus Hannover ist schon weit über 70", erzählt Lämmcken, dessen Tochter Denise in der Klasse bis 16 fährt. "Ursula Freifrau Knigge aus Frankfurt nennen wir nur , die Crossoma‘", erläutert Anna Rehme mit einem Schmunzeln.

Seit fünf Jahren steht Heiko Grabowski (38) an der Spitze des MSC: "Früher wurde hier Motorradfußball gespielt, heute tragen wir Rennen aus." Er findet nicht, dass der Sport sich vornehmlich für das männliche Geschlecht eignet. Rund 80 Helfer sind an Rennwochenenden im Einsatz gewesen, 110 Mitglieder zählt der Extertaler Motorsportclub. Die teuersten Autos kosten laut Grabowski 30- bis 40.000 Euro: "Ein stückweit verrückt sein musst du schon."

Trotz der guten Resonanz (2.700 Zuschauer kamen) werde der Verein als Ausrichter "nicht reich". Bauzaun, Zelt und die Pacht für die Anlage müssen beispielsweise gezahlt werden. Sieht der Vorsitzende Parallelen zur Formel 1? "Nicht wirklich", sagt Heiko Grabowski: "Ich tippe, nur 50 Prozent der Fahrer schaut Formel 1. Doch es gibt zu viel Taktik und Reglement. Autocross finde ich spannender."

Info
Eike Piepke gewinnt den Wanderpokal
Insgesamt acht Fahrer des heimischen MSC Extertal sind am Wochenende ins Auto gestiegen. In der Jugendklasse bis 18 Jahre sicherte sich Eike Piepke den Sieg, zudem gewann er den Wanderpokal der Jugend. Jubeln durfte auch Jan-Malte Opitz, der in der Klasse bis 16 Jahre Rang eins belegte. Als Siebte kam hier Denise Lämmcken ins Ziel. In der Klasse bis 1800 ccm wurden Marcel Aldag und Marian Kuhfuß Dritte. In dieser Allrad-Klasse galt: zwei Fahrer, ein Auto. Peter Pfleiderer belegte in der Klasse 10 den fünften Platz. Zudem waren Willi Lüders (bis 18 Jahre) und Stefan Bargenda dabei.