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28.04.2010 Nicht immer ist der Schnellste auch der Sieger

Kleine Flitzer punkten im Slalom-Parcours an der Weserbrücke / Rintelner in der Spaßklasse vorn

Schaumburger Zeitung / 28.4.2010

Rinteln

(who) An tiefer gelegte Aufsitzrasenmäher erinnert, was da am Sonntag auf dem für den normalen Autofahrer gesperrten Parkplatz geräuschvoll und tempogeladen seine Runden zieht. Insider wissen es und Laien lassen es sich erklären: Die Sportfahrergemeinschaft Rinteln im ADAC e.V. richtet ihren Slalomwettbewerb im Kart-Fahren aus.

Genau 111 jugendliche Teilnehmer von acht bis 18 Jahren aus dem norddeutschen Raum haben sich zum Start gemeldet, erklärt Ute Schobeß als Pressebetreuerin der Sportfahrergemeinschaft Rinteln. Und über 200 Gäste über den Tag verteilt dürften es sein, die vom Streckenrand verfolgen, wie die Piloten unter ihren Schutzhelmen die Flitzer durch den Parcours mit rot-weißen Pylonen steuern. Und auf dem Weg zur Autoschau in der Rintelner Innenstadt dürften viele Hundert Zaungäste vom „Balkon“ auf der Weserbrücke aus das Schauspiel auf dem Weseranger verfolgt haben.

„In jeder der fünf regulären Klassen gibt es jeweils einen Trainingslauf und zwei Wertungsläufe mit elektronischer Zeitmessung“, erklärt Ute Schobeß. Dabei sei für die Fahrer wichtig, möglichst fehlerfrei zu fahren und keine Pylonen umzuwerfen, weils’s sonst Strafsekunden gebe. „Deshalb ist nicht automatisch der Schnellste auch der Sieger.“

Sportlichkeit und Fairness und Spaß sind angesagt auf dem Slalomparcours. Die Klassensieger des Wettbewerbs werden deshalb jeweils geduscht, zwar nicht mit Sekt sondern mit Selters – wie bei „richtigen“ Autorennen. Und so bekommen alle Spitzenreiter zum Pokal einen ordentlichen Schwall Wasser aufs T-Shirt.

Die Fahrer der SfG Rinteln bleiben dieses Mal ungewohnt und ungewollt trocken. Als gute Gastgeber haben sie wohl den Auswärtigen den Vortritt gelassen, trägt es Ute Schobeß mit Humor. „Unsere Jugendlichen sind sonst bekannt dafür, dass sie immer ganz vorne mitmischen, aber heute liegen sie gut im Mittelfeld.“ So bleibt es bis zuletzt, und sämtliche Siegerpokale fahren nach und nach mit den Gästen nach Hause. Sie müssen nicht bis zum Ende der Veranstaltung warten, weil es nach jeder Klassenwertung eine eigene Siegerehrung gibt.

Nur Bodo Müller aus Ahlden an der Aller muss bis zum Schluss bleiben. Der Motorsportfreund ist im Auftrag des ADAC dabei und betreut dessen zwei Karts, die er auf dem Lkw samt Reservefahrzeug nach Rinteln gebracht hat. Ute Schobeß: Bei besonderen Veranstaltungen, wie dem Slalom in Rinteln, als Wertungslauf für den Mittelweserpokal und als Qualifikationslauf für die Niedersächsische Kartslalom-Meisterschaft stelle die Motorsportabteilung des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs jeweils ihre eigenen Fahrzeuge zur Verfügung.

Es geht vor allem darum, die Chancengleichheit zu wahren, erläutert Bodo Müller, warum er wieder mit den gelben ADAC-Flitzern nach Rinteln gekommen ist. Hintergrund: Seit 1994 ist Müller neben seiner täglichen Arbeit bei einem Abschleppunternehmen für den ADAC unterwegs zu Kart-Veranstaltungen. „Das ist sozusagen mein Hobby“, erzählt er. Dabei bestückt er Gas- und Bremspedale mit einer Verlängerung, damit ein kleiner Pilot die optimale Sitzposition für den nächsten Lauf hat. In dieser Saison wird er bei insgesamt 11 Kart-Veranstaltungen dabei sein, berichtet Müller.

Ganz am Ende des Tages können die Gastgeber von der SfG Rinteln doch noch zwei ihrer Fahrer feiern. Martin Neubauer hat den ersten Platz gemacht und Fabian Krückeberg den dritten in der Spaßklasse, in der von jeder im Alter von acht bis 80 Jahren mitfahren darf, berichtet Ute Schobeß. Gesamtsieger ist Sandro Perlitz vom MSC Delligsen geworden und die Mannschaftswertung hat der MSC Polizei Hannover gewonnen.