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29.04.2013 Stets Übersicht behalten

Bückeburger Bodo Becker gewinnt 17. Oldtimer-Weserberglandfahrt

Schaumburger Zeitung / 29.4.2013

Rinteln

Von Jessica Rodenbeck
Frühzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze – das galt gestern auch für die Sitzmöglichkeiten in den Cafés und Eisdielen der Innenstadt.

Die Oldtimer-Weserberglandfahrt erwies sich auch in ihrer 17. Auflage als echter Publikumsmagnet. Schon lange bevor das erste Fahrzeug mittags über die Ziellinie auf dem Marktplatz rollte, hatten Sonnenhungrige die besten Plätze erobert, vor den Eisdielen bildeten sich den ganzen Nachmittag über lange Schlangen. Doch auch wenn der Frühling tolle Rahmenbedingungen bot – im Mittelpunkt standen natürlich die Oldtimer, und von denen gab es in diesem Jahr so viele zu bestaunen wie nie zuvor.

163 Zwei-, Drei- und Vierräder hatte der Motorclub Rinteln (MCR) in diesem Jahr zum Start zugelassen – 23 mehr als in den Jahren zuvor. Alle Anfragen konnten dennoch nicht erfüllt werden. „Wir mussten trotzdem noch 20 Fahrzeuge ablehnen“, erzählt Erich Scheffler vom MCR. Noch mehr Teilnehmer seien organisatorisch einfach nicht zu managen.

Die Fahrer, die eine der begehrten Startnummern ergattern konnten, starteten dann bereits am frühen Sonntagmorgen vom Marktplatz aus auf die rund 150 Kilometer lange Strecke, die unter anderem über Schaumburg, Börry, Bodenwerder, Ottenstein, Bösingfeld Goldbeck und Möllenbeck quer durch das Weserbergland und das Extertal führte. Diverse Sonderprüfungen stellten die Fahrer und ihre Beifahrer dabei auch in diesem Jahr wieder vor die unterschiedlichsten Herausforderungen.

Außerhalb von Zeit- und Wissensprüfungen war dabei immer wieder das Geschick der Fahrer gefragt. Auf dem Gelände der Biogasanlage im Industriegebiet Süd galt es beispielsweise, das Gewicht des eigenen Fahrzeugs samt Insassen korrekt zu schätzen, in der Fußgängerzone in Bodenwerder musste ein neunteiliges Deutschland-Puzzle in 30 Sekunden korrekt zusammengesetzt werden. Auf das fahrerische Können kam es dann noch einmal kurz vor der Zielgeraden an. Auf dem Gelände des Rintelner Expert-Marktes mussten die Fahrer erst möglichst genau einen Meter rückwärts kutschieren und dann seitlich an ein Kantholz heranfahren – und zwar so genau, dass der Abstand zwischen der Beifahrerseite und dem Holz möglichst 60 Zentimeter betrug. Jede Abweichung gab Strafpunkte.

Gesamtsieger wurde der Bückeburger Bodo Becker. Gemeinsam mit seinem Beifahrer, seinem Sohn Joachim Becker, kassierte er in einem Triumph TR 6 PI, Baujahr 1973, lediglich elf Strafpunkte. Gleichzeitig wurde er auch Sieger in der Klasse der Fahrzeuge Baujahr 1971 bis 1975. Die weiteste Anreise hatte wie im vergangenen Jahr Arno Stübling. Mit seinem Ford TS 12 M, Baujahr 1961, kam er aus Schönfließ bei Berlin in die Weserstadt.

Erstmals war auch der NDR mit einem Filmteam vor Ort. Eindrücke der Weserberglandfahrt werden am Freitag, 17. Mai, um 20.15 Uhr während der „Nordstory“ gezeigt.

Foto: tol
Joachim (links) und Bodo Becker aus Bückeburg werden mit ihrem Triumph TR 6 PI Gesamtsieger der 17. Oldtimer-Weserberglandfahrt.