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Ansprechpartner Bergrennen

Ingo Westenberger – Sportleiter
Tel: 05722-8908420
E-Mail: sportleitersfg-rintelnde

Bergrennen in unserem Verein
Einige SFG-Mitglieder haben eine ganze Menge Bergrenn-Erfahrung, auch wenn sie diese Sportart heute nur noch hin und wieder ausüben.
Bei Interesse hilft unser Sportleiter gerne weiter.


Was ist Bergrennen?

Bergrennen üben einen gewissen Reiz aus, sind anspruchsvoll und wer sich in dieser Motorsportart betätigt, sollte über ein starkes Nervenkostüm und eine gute Fahrpraxis verfügen.

Bergrennen, das ist eine Disziplin innerhalb des Motorsports im Einzelzeitfahren, auf fahrerisch anspruchsvollen, kurvenreichen Bergstraßen, die ansonsten zu den öffentlichen Straßen gehören und nur für die Rennen gesperrt sind. Der Kampf gilt dem Berg, dem Sekundenzeiger der Stoppuhr und ist nur mit höchster Konzentration zu bewältigen. Die Strecke muss genügend steil sein und die Rennen werden bergauf durchgeführt. 

Durch die Steilheit und den meist kurvigen Verlauf der Bergrennstrecken (oft mit Spitzkehren) werden die Geschwindigkeiten begrenzt und somit die Sicherheit verbessert. Nachteil der Lage am Hang ist jedoch naturgemäß, dass weder auf Bergseite noch auf Hangseite weitläufige Auslaufzonen eingerichtet werden können. Durch den Charakter des Einzelzeitfahrens sind Bergrennen keine Wettrennen im eigentlichen Sinne, da es nie zu Überholmanövern kommt - was vom Reglement auch so vorgesehen ist. Mitunter stattfindende Ausfälle sind ausschließlich auf Fahrzeugdefekte oder Fehler der Fahrer zurückzuführen. Dies hat für die Fahrer mit ihren sehr teuren Rennfahrzeugen den Vorteil, dass sie keine Schäden durch die Fehler anderen befürchten müssen. Trotz des Wegfalls des direkten Konkurrenzkampfes ist die fahrtechnische Schwierigkeit höher als auf Rundstrecken, da meist nur einmal im Jahr in zwei bis maximal vier Durchgängen die jeweilige Strecke trainiert werden kann. Die Streckendetails von mehreren Kilometern Bergrenndistanz müssen sich die Fahrer während dieser Trainingsläufe verinnerlichen, um bei den wenigen Wertungsläufen erfolgreich zu sein.

Teil des sportlichen Reizes ist die Vielfalt der einzelnen Kurven, deren Charakteristik extrem verschieden sein kann. So tauchen (enger werdende) sog. Hundekurven und Kombinationen auf, die man auf modernen Rundstrecken vergeblich sucht.

Man reist (in Deutschland, im Ausland gibt es teilweise Eintagesveranstaltungen) am Freitag oder Samstag (wenn man aus Norddeutschland kommt meist schon Donnerstags Abfahrt) an, macht die Abnahme und fährt am Samstag Trainings- und am Sonntag (meist 3) Wertungsläufe. Gewinner ist, wer die kürzeste Gesamtfahrzeit in der Addition der Läufe benötigt. Die Strecken sind meist zwischen 1,8 und 3,5 km lang (in Italien auch deutlich über 10 km). Alle Autos einer Startgruppe fahren nacheinander rauf, werden hinter dem Zielauslauf nach gesammelt und dann gemeinsam runtergeführt. Dann kommt die nächste Startgruppe usw. und dann der nächste Lauf etc.. Viel Spannung, leistungsstarke, meist ältere Fahrzeuge, die tollen Motorsport zum anfassen bieten, da auch die Fahrerlager den Zuschauern zugänglich sind und Bergrennfahrer allgemein auf Fragen eingehen und sich Zeit für Interessierte nehmen. Abends sitzt man dann gemütlich mit seinen Konkurrenten zusammen und grillt bei einem Bierchen, wenn man nicht schrauben muß. Super Stimmung - einfach empfehlenswert!

Im Formel 3000 oder Gruppe C-Bolieden können Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreicht werden und das auf den zumeist engen und oft waldgesäumten Pisten. Auslaufzonen sucht man vergebens, aber der hohe Sicherheitsstandart schreibt Doppelleitplanken und Altreifenpakete an gefährlichen Streckenabschnitten vor.

Bergrennen ist Motorsport zum Anfassen, oft mit persönlichen Kontakten zu den Fahrern. Die Zuschauer säumen die Strecke auf Böschungen und an Hängen sitzend, um hautnah dabei zu sein. In den naturnahen Zuschauerzonen herrscht Picknick-Atmosphäre oder sogar Partystimmung, die bei der abendlichen Zusammenkunft im Fahrerlager durch die Aktiven verstärkt wird. Bei diversen Bergrennveranstaltungen steht jeweils sogar ein großes Festzelt. Viele dieser Bergrenn-Veranstaltungen gelten oft als der jährliche Veranstaltungshöhepunkt, in den ansonsten meist relativ provinziellen Regionen

Meist werden die Titel in 10 Rennen ,bei zwei Streichresultaten ausgefahren. Startberechtigt sind National A und Internationale Lizenznehmer des DMSB , die in mehreren Championnaten und Cups antreten.

In der Division 1 starten alle Tourenwagengruppen (G, N, DN, GTN, A, DA, H, F).
In der Division 2 alle Rennsportfahrzeuge (Prototypen C3 / CN , und Formel 3 sowie die Formelfreien Monoposto-Rennwagen der Gruppe E , inkl. Formel 2).

Formel 3000 Rennwagen sind ab 2003 nicht mehr punktberechtigt und machen jagt auf die einzelnen Tagessiege. Punkte werden pro Rennlauf in der jeweiligen Division vergeben. Die 8 Besten der Gesamtwertung erhalten in Abhängigkeit der Streckenlänge ihre Punkte (bis oder über 2500 Meter), wobei Gruppeneinteilung und Hubraum keine Rolle spielt. Im Deutschen Bergpokal für Tourenwagen und GT-Fahrzeuge (bis max. 2000 ccm Hubraum) und in dem der Rennsportfahrzeuge (bis 2 Liter Hubraum), gilt ein ähnliches Punkteschema. Maßgebend sind hierbei die Anzahl der besiegten Konkurrenten in den Hubraumklassen.

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden auf großen Alpenpässen wie dem Großglockner und vielen anderen Bergstraßen in den Mittelgebirgen Bergrennen mit Grand Prix-Rennwagen z.B. von Mercedes-Benz und Auto Union durchgeführt, mit berühmten Fahrern wie Bernd Rosemeyer, Rudolf Caracciola und natürlich dem Bergkönig Hans Stuck am Steuer.

Anfang der 1960er Jahre, im Rahmen der steigenden Massenmotorisierung, wurden die Bergrennen wieder aufgenommen oder neu eingeführt. Zudem wurden zeitweise einige Bergrennen zur Sportwagen-Weltmeisterschaft gewertet, somit also mit Klassikern wie den 24 Stunden von Le Mans, 1000km Nürburgring, Targa Florio gleichgesetzt. Bis in die 1970er Jahre hinein wurden speziell für die Berg-Europameisterschaft von Porsche, Ferrari oder Abarth teilweise extrem leichte Bergrennwagen wie der Porsche 909 oder Ferrari Dino konstruiert.

Danach verzichteten die Automobilwerke auf den reinen Aufwand für Nur-Bergrennen, so dass auch die Gesamtsiege seit dieser Zeit nur von Amateuren unter sich ausgemacht werden können. Der Popularität der sowohl volks- wie auch naturnahen Veranstaltungen tat dies aber keinen Abbruch, zumal weiterhin bekannte Profirennfahrer ihre sonst nur in Rundstreckenrennen eingesetzten Rennwagen vorführten. Auch ohne große Sponsorunterstützung bringen die Liebhaber des Bergrennsports von seriennahen Autos bis zu spektakulären Turbo-Boliden, reinrassigen Sportprototypen und Formel 3000 fast alles zum Einsatz, was auf Rundstrecken auch bewegt wird.